‚Äě‚ĶMIT‚Ķ‚Äú


F√ľr ein weiteres Jahr behalten wir unser Motto ‚ÄěMIT‚Äú bei. Mit Kindern, Lehrpersonen, Eltern und der Gemeinde werden wir weiter an einer Kultur des MITeinander arbeiten. Denn bekanntlich geht MITeinander vieles leichter.


Konkurrenzdenken: Menschen m√ľssen besser sein als Andere um sich zu behaupten. Individualit√§t: Menschen leben ihre individuellen Vorstellungen und W√ľnsche aus, ohne R√ľcksicht auf die Anderen. Delegation: F√ľr Aufgaben wie Sicherheit oder Bildung sind die Anderen zust√§ndig. Wobei die Anderen auch die sind, die die Fehler machen. In der Bildung sind das dann entweder die Eltern oder die Lehrpersonen, welche ihren Auftrag nicht richtig erf√ľllen. Andere w√ľssten, wie sie es richtig machen h√§tten k√∂nnen.


Diesem Aufbrechen der Gemeinschaft m√∂chten wir durch unser Motto ‚ÄěMIT‚Äú entgegensteuern und dem Miteinander durch partizipative Strukturen ein Gesicht und eine Struktur geben. Denn so einzigartig Menschen sind, so bleiben sie doch Teil einer Gesellschaft, der sie Schutz und Wohlergehen verdanken, die aber auch das Individuum zu Gegenleistungen verpflichtet.


An vier partizipativen Projekttagen der Sch√ľlerinnen und Sch√ľler und an den erweiterten Besuchstagen der Eltern werden wir die Kultur des MITeinander ausdehnen und im Alltag verankern. Denn MITeinander werden wir L√∂sungen finden f√ľr die Aufgaben, die uns das Leben stellt.


Wir laden Sch√ľlerinnen, Eltern, Lehrpersonen und weitere Interessierte ein, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

 


Partizipation


Bereits in den vergangenen Schuljahren haben wir uns mit der Sch√ľlerpartizipation befasst. In diesem Schuljahr wird der Klassenrat in allen Klassen etabliert und einzelne Projekttage in¬†Schulhausfamilien finden statt.


Was brauchen Kinder, damit sie sich als authentische Mitgestaltende, als Teilhabende der Schule, als Teilnehmende der Welt erleben?
Partizipation aller Beteiligten schafft Identifikation und Verantwortlichkeiten. Es ist Aufgabe der Erwachsenen, Kinder wohlwollend zu unterst√ľtzen, sich um ihre Bed√ľrfnisse,¬† √Ąngste und Freuden zu k√ľmmern und sie zutrauend auf dem Weg in die Gemeinschaft zu begleiten.¬†¬†

 

Schutzrechte
Kinder haben das Recht auf eine Familie, auf geistige und körperliche Unversehrtheit und auf ein Umfeld, welches kinderfreundlich gestaltet ist.
Sich bewusst mit den Gefahren des Alltags auseinandersetzen, den Umgang mit den Gegebenheiten √ľben und wo m√∂glich f√ľr mehr Sicherheit sorgen, sind Aspekte, denen wir in diesem Jahr Beachtung schenken.
Eine absolute Sicherheit gibt es nicht, die Balance zwischen Risiko und Sicherheit, Hilfestellung bieten und Gewähren lassen, zwischen Freiheit und Grenzen wird zu einem zentralen Diskussionspunkt.

 

Förderrechte
Kinder haben das Recht auf Bildung, das Recht darauf, eigene St√§rken zu entwickeln und zu pflegen. Gleichzeitig ist jedes Kind auch Teil einer Gemeinschaft und muss lernen, die eigenen W√ľnsche dort zu begrenzen, wo sie andere einengen oder anderen Schaden zuf√ľgen. Es ist uns wichtig, dass Kinder lernen eigene Bed√ľrfnisse wahrzunehmen, zu formulieren, die Bed√ľrfnisse des andern zu respektieren und Konflikte fair auszutragen.

 

Beteiligungsrechte
Kinder haben das Recht √ľber Entscheidungen, die sie selbst betreffen, informiert zu werden und ihre Meinung einzubringen. Gleichzeitig gibt es aber Entscheidungen, die ein Kind noch nicht f√§llen darf oder nicht f√§llen kann.¬† Erwachsene begleiten Kinder auf dem Weg in wertsch√§tzender, verantwortungsvoller und zutrauender Weise.

 

Partizipation und damit die M√∂glichkeit, eigene Ideen in einer Gemeinschaft zu verwirklichen, zu diskutieren, Kompromisse zu schliessen, nach Alternativen zu suchen und eigene Projekte erfolgreich abschliessen geh√∂ren zum Alltag in unserer Gesellschaft. Es braucht daf√ľr ein √úbungsfeld. Dieses er√∂ffnen wir den Sch√ľlern gerne im Unterricht. So spielen Elemente wie der Unterricht in Mischklassen mit einem Teil Planarbeit, die Freie Arbeit in der Begabungsf√∂rderung und eben die Sch√ľlerpartizipation zusammen, um die Sch√ľler zu bef√§higen, k√ľnftig den eigenen Lebensweg aktiv zu gestalten.
Die Partizipation ist dabei nicht nur eine Frage der Technik oder der Form. Sie formt sich aus einer Haltung, die den Kindern viel zutraut und sie gleichzeitig darin best√§rkt, ihre eigenen Gedanken zu formulieren, W√ľnsche und Anliegen zu √§ussern und wo m√∂glich einen Weg zu finden, diese zu verwirklichen.

 

Auch der Lehrplan 21 zielt dahin, dass Lerninhalte konkret in komplexen Situationen angewendet werden k√∂nnen. Dazu braucht es auch Wissen zur eigenen Person und √ľber die eigenen F√§higkeiten.
Unterricht fokussiert das K√∂nnen und die Fortschritte jedes einzelnen Kindes und bereitet die Kinder entsprechend auf die zuk√ľnftigen Herausforderungen vor.

 

In diesem Sinne wird Bildung auch umfassender. Alles, was die Pers√∂nlichkeit bildet ist ein Lernfeld, sei dies schulisch oder privat, sie dies in Vereinen oder unter Gleichaltrigen. Wir m√∂chten deshalb erste Schritte tun und das Umfeld f√ľr diese Tatsache sensibilisieren. Vielleicht ergeben sich so die einen oder anderen Aktionen gemeinsam mit Eltern und weiteren externen Partnern, die das Lernen der Kinder in seiner ganzen Vielfalt erm√∂glichen und sie zu starken und motivierten Pers√∂nlichkeiten werden l√§sst.